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Aus dem Grambker Turner 1/2005:
Manchmal werden Träume wahr...
Es war im August 1999, als der Grambker See erstmals mit einer grünen Decke überzogen zeigte: Blaualgen hatten sich gebildet und der Badebetrieb
mußte eingestellt werden. Glücklicherweise war zu diesem Zeitpunkt auch ein Wetterumschwung, so daß bei regnerischem Schmuddelwetter auch keiner mehr baden gehen wollte. Und noch viel glücklicher waren wir, daß
unser See in den folgenden Jahren auf weitere „grüne Wunder“ verzichtete. Dennoch war schon damals klar: Noch hat erfüllt unser See alle Normen, die ein Badegewässer erfüllen muß, aber wenn nichts passieren würde,
könnte sich das in mittlerer Zukunft ändern.
Also begannen wir, für die Sanierung des Sees und somit für den Erhalt des Bades zu kämpfen und machten öffentlich auf unser Problem aufmerksam.
Große Unterstützung erhielten wir dabei sowohl vom Ortsamt als auch von der hiesigen Presse („Die NORDDEUTSCHE“), die immer wieder über unser Bad berichtete. Wir träumten davon, daß ein riesiger Saugbagger kommen
und der See dann wieder von den überzähligen Nährstoffen befreit werden würde. Doch erstmal tat sich nichts, und angesichts der Haushaltslage der Stadt Bremen, die Eigentümer des Sees ist, schwand der Optimismus
auch etwas.
Doch dann, im September 2004, sollte unser Traum wahr werden. Zu dieser Zeit war die Saison 2004 gerade gelaufen und das gesamte Team war mit
seinen Gedanken bei vielen Sachen, die im Lauf des Sommers liegengeblieben waren. Ende September jedenfalls meldete sich die Firma Polyplan bei uns: Ob wir uns vielleicht einmal am Sommerbad Grambker See treffen
könnten? Sie hätten den Auftrag vom Umweltsenator bekommen, ein Sanierungskonzept vorzulegen und wollten eine Ortsbegehung vornehmen. Was uns dann präsentiert wurde, war eine große Überraschung.
Das ausgearbeitete Konzept sieht vor, daß in Höhe unseres Stegs eine doppelte Spundwand in den See gebaut wird, so daß wir einen abgetrennten
Badebereich haben werden. Dieser Bereich wird vollkommen ausgebaggert und mit einem neuen Kiesbett versehen. Geplant ist dabei, das Wasser dort kurzfristig abzulassen. Ein Anblick, auf den wir schon heute ziemlich
gespannt sind.
Auf unserem Gelände wird zwischen dem Toilettenhäuschen und dem Beachballfeld ein sogenannter „Neptunfilter“ entstehen. Dort wird Wasser aus dem
See gereinigt und dann in unseren Badebereich eingeleitet. Das heißt: Die Qualität unseres Badewasser wird schon in wenigen Wochen deutlich verbessert werden! Auf diese Weise wird in den folgenden Monaten das
gesamte Wasser des Sees umgeschichtet werden.
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