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Aus dem Grambker Turner 4/2006:

Eröffnung am letzten Betriebstag

„Neues“ Grambker Seebad erlebt Feuertaufe –
und wird Ende August offiziell wiedereröffnet

Eigentlich hatten wir uns das alles ganz anders vorgestellt. Nach Ende der Umbaumaßnahmen im Zuge der Seesanierung hatten wir gehofft, daß wir dem großen Konkurrenten „Sportparksee“ wenigstens ein bißchen Paroli bieten könnten. Mit einer Badeaufsicht und einem Mitarbeiter im Kiosk sollte das wohl kein Problem sein.

Denkste! Kaum standen alle Neuerungen zur Verfügung, meinte es auch der Wettergott gut mit uns. Und so probierten die Kinder das neue Kletter- und Balanciergerüst aus oder stauten begeistert das Wasser im neuen Wildwasserbach. Auf dem Beachballfeld wurde die ersten hart umkämpften Partien gespielt. Eltern saßen am Rand des Kinderbeckens und kühlten sich die Füße ab. Und am Steg wurde ausprobiert, wer sich wohl am längsten auf dem neuen Ponton halten könnte. Auch vor dem Kiosk wurde die Schlange immer länger.

Schon am ersten Juli-Wochenende war das Bad so gut besucht, daß Roman und ich glücklich waren, wenn wir nach einer halben Stunde zwischen Hamburger, Hot-Dog, Kaktus, Cola, Pizza, Macao-Mandel und weißen Mäusen zur Ablösung wieder runter an den Strand durften. Nachdem der Besucherstrom in den folgenden Tagen noch anstieg, wurde deutlich, daß eine dritte Kraft unumgänglich sein würde: Erstmals in der Geschichte des Grambker Seebads konnte man jetzt gleichzeitig drei Aufsichten in gelben Trikots antreffen.

Nach dem dürftigen Sommer 2005 waren wir natürlich froh, daß uns viele Grambker die Treue gehalten haben. Sicherlich war da auch noch ein Kribbeln im Bauch, ob wir viele Badegäste an den Nachbarsee verlieren würden. Es hat sich jedoch gezeigt, daß wir eine gute Alternative sind. Unsere Badegäste lobten stets, daß bei uns alles etwas übersichtlicher sei. Außerdem gäbe es hier immerhin die Wahl, ob man auch einmal im Schatten liegen möchte. Nicht zuletzt die Spielmöglichkeiten und die Präsenz einer Badeaufsicht wurden uns als Vorteil genannt, wenn wir mit unseren Gästen ins Gespräch kamen.

Ende Juli hatte unsere bisherige Stammaufsicht Roman Martens ihren letzten Einsatztag. Roman hat zum August eine Ausbildung begonnen und kann uns jetzt allenfalls am Wochenende zur Verfügung stehen. Wir wünschen Dir, lieber Roman, alles Gute und viel Erfolg. Damit Tim Fleischer und ich nun nicht alleine dem ungebremsten Ansturm entgegentreten mußten, holten wir uns kurzerhand Arne Hellmann mit an Bord. Eigentlich erst für die Saison 2007 vorgesehen, war Arne sofort bereit, uns auch in diesem Sommer schon zu unterstützen. Dafür ein herzliches Dankeschön.

So schön auch der Juli war, der August zeigte sich von der etwas nasseren Seite. Nur sporadisch lohnte sich die Öffnung des Bades, manchmal kamen die wenigen Badegäste sogar in den Genuß einer Bootsfahrt mit Kapitän Tim Fleischer. So fiel der Termin der offiziellen Wiedereröffnung in eine Zeit, als der eine oder andere schon die Modekataloge nach Winterklamotten durchforstete. Bei der Wahl des Tages hatten wir unser Sommerfest, das traditionell am letzten Samstag der Sommerferien stattfindet, ausgesucht. So wollten wir möglichst vielen Grambkern ermöglichen, bei diesem Festakt mit dem Senator für Bau und Umwelt, Ronald-Mike Neumeyer, dabei zu sein.

Die Einweihung war für 17 Uhr, gleich nach dem Kinderfest vorgesehen. Leider aber hatten Tanja Eriksons und ihre Crew die Spiele für die Kinder schweren Herzens absagen müssen: Es goß wie aus Kübeln... Pünktlich zum kleinen Festakt jedoch klarte es auf. Nach einer kurzen Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des TV Grambke, Günther Sievers, eröffnete dann Senator Neumeyer den neuen Spielbereich, indem er ein gelb-schwarzes Band durchschnitt. Knud Vormschlag von der Firma Polyplan, die den Umbau organisiert hatte, überreichte daraufhin einen neuen Rettungsring. Gebadet wurde dann doch noch: Allerdings nur von unerschrockenen Kindern...

rcs

Sommerfest wieder ein Erfolg

Trotz widriger Umstände feierten 500 Menschen am Grambker See

Leif Eriksons, Christian Siebert, Mirco Ahrens und Ralph Christian Schöttker lächeln mittlerweile nur noch bei der Frage, ob das Wetter wohl mitspielt. „Wenn wir unser Sommerfest haben, regnet es nicht!“ Und so konnte die vier Grambker, die schon seit dem ersten Fest 1997 dabeisind, auch in diesem Jahr nichts aus der Ruhe bringen. Mochte es auch drei Stunden vorher noch so schütten, daß das Kinderprogramm den Fluten zum Opfer fiel – später feierten die Grambker trocken und unter sternenklarem Himmel.

Vielleicht sagt sich Petrus aber auch jedes Jahr wieder: „Wenn die sich da so engagieren und den ganzen Abend schuften, damit das kleine Seebad erhalten bleibt, dann darf ich ja nun kein Spielverderber sein!“ Das Seebad-Sommerfest hat sich mittlerweile fest etabliert. Trotz kühler Temperaturen und tagelangen Dauerregens, trotz Hüttenfest und trotz fehlender Mundpropaganda im Badebetrieb kamen wieder knapp 500 Grambker und ihre Nachbarn, um bei Musik, Bratwurst und Getränken den Sommer bei Klönschnack und Tanz ausklingen zu lassen.

Am Ende bleibt für das Seebad immer ein wenig Geld über, mit dem dann die nächsten Reparaturen erledigt werden können. Waren es in diesem Jahr die Toiletten, so steht 2007 die Renovierung eines Unterstandes und eine Dachsanierung an. Viele Hände sorgen durch ihre ehrenamtliche Hilfe dafür, daß auch wirklich Geld da ist. Keiner der 21 Helfer hat seine Hand aufgehalten, weil er hätte bezahlt werden wollen.

Vorbereitungen

Trotzdem steckt eine ganze Menge Arbeit und viel Herzblut in diesem Fest: Etwa zwei Wochen vor dem Termin trifft sich der harte Kern zu einer kleinen Vorbesprechung im Bad. Was brauchen wir an Getränken? Wollen wir dieses Mal Curry-Wurst anbieten? Braucht Tanja Hilfe beim Kinderfest? Wer macht die Plakate und hängt sie auf?

Während Tanja sich in die Vorbereitungen für das Kinderfest stürzt, Leif sich um die Musikanlage kümmert, Christian mit seinem Bruder Fabian (auch schon seit 2001 dabei) die Elektrik plant, geht Ralph auf Einkaufstour. Planen und Papierdecke für die Theke sind zu besorgen, neue Pavillons müssen her. Ketchup, Senf und weitere Kleinigkeiten stehen auf dem Plan. Für Würstchen und Getränke muß auch gesorgt werden. Rücksprache bei Bentz: Ja, wir kriegen wieder Party-Brötchen bei ihm.

Donnerstag vor dem Fest: Im Seebad sorgen Rolf Schöttker, Arne Hellmann und Alexander Buhse für Platz. Ein riesiger Haufen Bretter liegt noch im Weg. Eine Stunde später ist alles verstaut. Dann wird noch der Kiosk aufgeräumt, im Schuppen Platz für die Getränke geschafft und das gesamte Haus ausgefegt. Schwimmaufsicht Tim Fleischer liegt krank im Bett. Hoffentlich kann er Samstag wieder dabei sein!

Probleme und Lösungen

Große Aufregung am Freitagmorgen: Nirgends in Bremen-Nord sind Plastikbecher für das Bier zu entdecken. Im Walle-Center wird man dann doch noch fündig und 1050 Becher wechseln den Besitzer. Am Nachmittag fährt Torsten Humann Ralph nach Fähr-Lobbendorf, wo die Firma Michelsen & Weydemann ihren LKW ausleiht, auf dem sich die DJs Leif und Christian austoben werden. Nach einem kurzen Umweg über den Föhrenbrok, wo die A-Jugend Tische und Bänke auflädt, geht es ins Seebad. Dort angekommen werden noch das Kassenhäuschen aufgeklart und die Toiletten hergerichtet. Und bevor jemand Samstag auf dumme Gedanken kommt, wird noch der Neptunfilter abgesperrt.

Der längste Tag der Seebadsaison beginnt

Samstagmorgen, halb zehn in Grambke: Der Laster vom Getränke-Shop Meding fährt vor und liefert allerlei Flüssigkeiten. Wenig später steht auch die Fleischerei Boes parat, um die leckeren Würstchen und den Grill zu liefern. Nun wird es auch Zeit, den Rahmen für das Fest zu schaffen. Mirco, Fabian und Ralph beratschlagen, wo welcher Pavillon hinkommen sollte und wie die Theke stehen soll. Derweil beginnt Leif mit einem ersten Soundcheck, als Hilfsmittel dient eine Maxi-Version von New Orders „True Faith“. Christian installiert mit seinem Bruder die Scheinwerfer, damit der See abends romantisch beleuchtet werden kann.

Zwei Uhr: Tim Fleischer trifft ein und kümmert sich um die Bestuhlung des Platzes. Der Festakt mit Senator Neumeyer muß vorbereitet werden: Bald flattert ein gelb-schwarzes Band rund um den Spielbereich. Unterbrochen wird die fieberhafte Vorbereitung durch einen einstündigen Dauerregen. Diesem fällt dann das Kinderfest zum Opfer. Das Team von Tanja Eriksons muß unverrichteter Dinge abziehen. Es wird noch einmal ganz ruhig auf dem Platz. Gegen halb fünf beginnt der Trubel dann wieder.

„Senatorenwetter“

Es hat aufgeklart: Pünktlich zur „Wiedereröffnung“ um 17 Uhr ist es trocken. „Senatorenwetter“. Bis zum Ende der Aufräumarbeiten am nächsten Tag wird es jetzt tatsächlich nicht regnen. Als der Senator geht, treffen die nächsten Helfer ein. Jens-Henning Kreker macht es sich im Kassenhaus bequem und wird in den nächsten Stunden jeden Gast mit einem fröhlichen „Moin!“ begrüßen. Sebastian Kröger und Roman Martens werden ihn dabei unterstützen und Stempel verteilen.

Am Grill hält Kerstin Grieme die ersten Würstchen parat. Nebenbei beschwört sie die Zapfanlage, die sich bisher geweigert hat, Bier auszuschenken. Nun können Mirco und Fabian loslegen. Sie werden bis zum Ende dafür sorgen, daß keiner durstig bleibt. Bei Ralph klingelt das Handy: Diane Behrmann muß als Helferin am Tresen absagen: Ihr kleiner Sohn braucht sie. Auch Thies Kohrt kann nach einer Verletzung nicht kommen. Doch Hilfe naht: Jetzt sorgen abwechselnd Tanja Eriksons, René Curtius sowie Silvia und Cynthia Hett für Unterstützung.

Die Grambker trudeln ein

20 Uhr: Noch 6 Stunden. Die Helfer reiben sich die Augen. So langsam füllt es sich doch. Die Grambker trauen dem Wetter, kommen ins Bad und wollen ihr Würstchen essen. Ilka Krüger übernimmt jetzt mit Sohn Joshua die Grillzange. Kerstin darf sich jetzt auch mal amüsieren.

Es wird langsam dunkel. Tim und Ralph, die als „Mädchen für alles“ fungieren, sorgen jetzt dafür, daß keiner mehr unfreiwillig ins Kinderbecken fällt. Außerdem gibt es kleine Teelichte auf die Tische, bevor der nächste Hilferuf kommt: „Wir brauchen noch Wechselgeld!“ Außerdem hat Fabian Sorge, daß das Bier nicht reichen könnte. Drei von vier Beck´s-Fässern sind schon jetzt fast leer. Kurze Überlegung, ob wir noch nachbestellen. Bis zehn Uhr dürfen wir. Wir vertagen die Entscheidung erstmal.

Nächtliches Baden

Die Stimmen werden tiefer. Während die Kinder langsam gen Heimat gehen, wird mit dem Bier in der Hand heiß diskutiert – oder auch getanzt. DJ Leif kramt jetzt aktuellere Songs aus seiner Kiste. Eine Jugendliche springt derweil ins Seewasser, in voller Montur. „Ich hatte eine Wette verloren!“ Tim und Ralph beschließen danach, auch den Steg abzusperren, bevor noch weiter gewettet wird. Bei den Getränken wird klar: Was wir auf dem Platz haben, wird reichen.

Es wird Mitternacht, eine wunderbare, ruhige Feier geht in die letzte Runde. Ilka und Joshua haben keine Brötchen mehr und stellen schließlich auch den Grill aus. „Haben wir noch irgendwo Wodka?“ Scheinbar nicht, bis eine Stunde später doch noch eine begehrte Flasche auftaucht. An der Kasse löschen Jens und Sebastian jetzt das Licht und gönnen sich ein Feierabend-Getränk.

Langsam wird es ein bißchen kühl und feucht. Für die meisten das Signal, nach Hause zu gehen oder in einer gewissen Disko in der Nähe zu landen. Die Taxifahrer lernen heute, daß man auch in einer Samstagnacht zu einem Schwimmbad gerufen werden kann. Leif spielt Paulchen Panthers Abschiedssong. Jochen und Kerstin Feldermann übernehmen das Abräumkommando. Da nun fast alles geregelt ist, ist auch Tim, der trotz Krankheit unermüdlich hin und hergerannt ist, entlassen. Um zwei Uhr verlassen die letzten Gäste das Bad, um halb drei schließt Ralph die Tür von außen.

Das war´s für heute – aber nicht für dieses Jahr!

Sonntag um zehn Uhr steht der Getränke-Laster wieder vor der Tür. Danach geht es ans Aufräumen. Leif verstaut seine Musik-Utensilien und hilft noch schnell beim Einpacken der Pavillons. Fabian macht sich an den Abbau der Illuminationen, während Ralph in den nächsten vier Stunden die Theke abbaut, Becher aufsammelt (schade, daß die nicht nach oben fliegen, wenn man sie losläßt), und die Trassierbänder aufrollt. Gemeinsam rätseln sie, warum man Mülleimer kaputt treten und in den See schmeißen muß und wieso die Teelichthalter 10 m weit von den Tischen wieder auftauchen.

Um 15 Uhr ist der Platz wieder sauber, die Toiletten wieder begehbar, das Bad für den Fall, daß der Sommer doch noch wiederkommt, wieder gerüstet. Jetzt noch den Laster wegbringen und dann ran an den Computer: Dieser Artikel soll heute noch fertig werden.

Sie meinen, ich habe die übriggebliebenen Würstchen vergessen? Nein, die liegen schön kühl in der Truhe und werden Montag früh geholt. Dann wird auch das Endergebnis unseres Festes feststehen. Die Prognose? Es hat sich gelohnt!

rcs

Ergänzung: Es dauerte zwar noch ein paar Tage, aber im September öffnete das Seebad fast zwei Wochen noch einmal seine Tore. Erst am 17. September 2006 wurde eine der erfolgreichsten Badesaisons abgeschlossen. Auf Wiedersehen 2007!